Schule
Kirche in Schule und Bildung
Die Bibel beschreibt die Einmaligkeit und Würde des Menschen,
sein Unterwegssein in die Freiheit, seine Erfahrungen mit Niederlagen,
sein Bedürfnis nach gelingendem Leben.
Altes und Neues Testament schildern den Menschen in seinem Verhältnis
zur Welt und zu den Mitmenschen als von Gott geschaffen und geliebt.
Die 10 Gebote
für das Leben und Zusammenleben, die prophetischen Visionen von einer
Zukunft in Frieden und Glück und die Verheißungen Jesu in der Bergpredigt
sind zentrale Beispiele für Hilfen zum Leben und zur Orientierung.
Von diesem Welt- und Menschenbild der Bibel her gehört es seit jeher zu
den Grundanliegen der Kirche, Lern- und Lebenswege in dieser Welt
aufzuzeigen und Bildungschancen zu eröffnen. Von der Geschichte der
Klosterschulen über die Reformation mit ihrer Forderung nach Schulbildung
für die Kinder und jungen Menschen in allen Landen bis zur
Mitverantwortung der Kirche für das Bildungswesen der Gegenwart gehört
das Engagement für Schule, Bildung und Erziehungsfragen zu den
Grundanliegen kirchlicher Arbeit.
Die Evangelische Kirche
engagiert sich für ganzheitliche Bildung, denn Lernen darf sich nicht
nur im Funktional-Nützlichen erschöpfen. Gerade in einer Zeit, in der
die Menge des "Wissbaren", die Flut an Informationen und die Fülle an
Daten unübersichtlich anwachsen, braucht der Mensch als Subjekt mehr
denn je Schutz und Förderung in seiner Identität. Religiöse Bildungsarbeit bietet stabilisierende Orientierungen und Maßstäbe
an. Deshalb ist die Kirche Partnerin für die diversen
Bildungseinrichtungen. Sie steht im Dialog mit den Schulen und
beteiligten Institutionen, sie unterstützt insbesondere die Lehrerinnen
und Lehrer in dem Bemühen, dass die religiöse Bildung als Element der
allgemeinen Bildungsarbeit gelingen kann. Institutionelle Angebote der
Evangelischen Kirche gibt es auf regionaler Ebene durch die Schulreferate und Mediotheken der Kirchenkreise.
Pfarrerin Kerstin A. Hemker (Steinfurt)/Pfarrer Dr. Holtze (Münster)
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