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BestattungBeerdigungen finden seit Jahrtausenden in unterschiedlichen Völkern und Kulturen statt. Sie dienen nicht nur dem endgültigen Abschied von einem Toten. Vor allem haben sie die Funktion, Trauer und Klage einen Ort zu geben. Die gesellschaftliche Bedeutung des Gestorbenen spiegelte sich in der Größe und Ausstattung des Grabes. An manchen Orten sind die christlichen Kirchen bis heute die einzigen Institutionen, die für Beerdigungen sorgen. Sie finden auf Friedhöfen oder Kirchhöfen statt. Oft geschieht der rituelle Abschied an drei verschiedenen Orten: in der Friedhofskapelle, am Grab und in der Kirche. Die Worte und Handlungen werden nicht dem Gestorbenen nachgerufen. Sie sollen den Lebenden helfen zu erfahren, dass sie in Trauer, Klage und Abschied nehmen weder allein noch von allen guten Mächten verlassen sind. Der Grabstein macht deutlich, wessen Leben und Sterben hier erinnernd vergegenwärtigt wird. Die Grabbepflanzung drückt einerseits die Lebendigkeit der Erinnerung aus, andererseits mahnt die Schönheit des Grabes Widerspruch gegen den Schrecken des Todes an. Dieser Widerspruch ist für Christinnen und Christen gut begründet: Der Glaube an die Auferweckung Jesu Christi von den Toten nährt die Hoffnung, dass der Gott des Lebens mächtiger ist als alle Todesmächte. |
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